In der Vorweihnachtszeit kehrt ja die Besinnlichkeit ein und man findet etwas Zeit für nachdenkliche Stunden. Sollte man zumindest. In der Realität sieht das alles bekanntlich ganz anders aus, denn die Verpflichtungen nehmen einen gefangen. Die vergangene Woche war komplett mit vorweihnachtlichen Veranstaltungen ausgebucht. Diese dienen ja zumeist dazu, die sozialen Bindungen innerhalb einer gesellschaftlichen Gruppe durch eine gemeinsame Veranstaltung und den gemeinsamen Genuss von Speisen und Alkohol zu stärken. Neben diesen gesellschaftlichen Verpflichtungen im weiteren persönlichen Umfeld, gilt es natürlich auch schon auf das eigentlich Hauptereignis hinzuarbeiten, das sich wiederum im etwas engeren zumeist familiären Umfeld in einigen Tagen zutragen wird. Dafür müssen allerhand Geschenke besorgt und Vorkehrungen getroffen werden. Dies alles ist auch bei mir der Fall und so mussten und müssen konkrete Geldbeschaffungsmaßnahmen erst einmal warten. Das hindert mich natürlich nicht daran, gedanklich bei der Sache zu bleiben und zumindest meine Einstellung zu der ganzen Sache etwas zu überdenken und, falls nötig, etwas zu korrigieren.
Dabei wird mir zunächst das Gesetz der Anziehung helfen. In der Wikipedia findet sich unter dem englischsprachigen Eintrag »the laws of attraction« die Erklärung »… are a set of assumed laws or, in a sense, a general catch phrase used when discussing the nature of bodies that attract.« Es geht also um eine mehr oder weniger allgemeine Formulierung, wonach sich bestimmte/gleiche Dinge gegenseitig anziehen. Dieser Umstand entbehrt natürlich nicht einer physikalischen Grundlage, schließlich haben sich über Jahrhunderte hinweg gelehrte Menschen damit befasst und tun dies noch immer. Es findet sich in Variationen in zahlreichen physikalischen Gesetzen, etwa dem der Schwerkraft, bei der es bekanntlich um die Anziehung von Massen geht.
Die Beschäftigung mit dem Gesetz der Anziehung findet man auch in vielen jüngeren spirituellen Vereinigungen, Heilslehren, Lebenshilfe-Ratgebern und so fort. Vor allem die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten entstandene New-Thought-Bewegung beruft sich darauf. Das Gesetz wird in diesen Zusammenhängen dahingehend gedeutet und genutzt, »dass die Gedanken und Gefühle jedes einzelnen Menschen reale Gegebenheiten anziehen bzw. erzeugen.« (wikipedia)
Man geht also davon aus, dass ein positiver Geisteszustand auch positive Umstände in der Realität anzieht, ein glücklicher und zufriedener Mensch also auch vor allem Glück und Seligkeit und weniger Unglück und Katastrophen. Dies ist natürlich eine Haltung, die sich bereits in zahlreichen Religionen und Heilsbewegungen in unterschiedlichem Maße ausdrückt.
Aber auch für Menschen, die nicht an eine solche Lehre glauben, verspricht diese Geisteshaltung einiges. Denn schließlich (und so oder so ähnlich wird vermutlich auch in den unzähligen Ratgebern zu diesem Thema argumentiert) kennt ein jeder solche Situationen aus dem Alltag: Man ist schon völlig genervt, weil der Tag auf der Arbeit stressig war, der Chef vielleicht unzufrieden und die Kunden nörgelig. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, wird man auf der Straße angepöbelt, vergisst seine Brieftasche beim Einkaufen, das Fahrrad wird gestohlen, der Hund läuft weg und der Lebenspartner macht aus einer Mücke einen Elefanten. Hingegen an Tagen, die schon gut beginnen, vielleicht weil das Wetter schön ist, der Chef gut gelaunt und die Kollegen kollegial, passiert so etwas nicht.
Und genau an dieser Stelle setzt natürlich das Gesetz der Anziehung an. Wenn man positiv gestimmt ist, ist man entspannt, kann besser mit kleinen Problemchen umgehen und lässt sich von nichts so leicht aus der Ruhe bringen. Dadurch wird alles weniger schlimm und Scherereien können gar nicht erst entstehen. Weil man konzentriert bei der Sache ist, vergisst man nichts, worüber man sich hinterher ärgert, sagt nichts, was einem hinterher leid tut und achtet auf Kleinigkeiten, die im Nachhinein von großer Bedeutung sein können. Man versucht also aktiv, positive Ereignisse anzuziehen. Das hat natürlich wiederum weniger mit spiritueller Eingebung zu tun als mit physikalischen und chemischen Abläufen in unserem Gehirn und Körper.
Diese Grundeinstellung lässt sich natürlich auch ganz wunderbar auch auf das Geldverdienen übertragen. Auf allerhand Seiten im Netz, wie etwa auf www.gesetzderanziehung.com, finden sich praktische Tips, wie sich das in die Tat umsetzen lässt. Auch ein in jüngerer Zeit entstandener Film mit dem Titel »The Secret« befasst sich damit, dieses »Grundgesetz« für sein Leben positiv zu nutzen.
Die anfängliche Skepsis über ein Naturgesetz, mit dessen Hilfe man das Gute und Schöne anzieht, ist verflogen. Ich werde mich auf alle Fälle etwas eingehender damit befassen. Vielleicht meditiere ich jeden Morgen eine halbe Stunde und sage mir immer wieder Dinge wie: »Du wirst reich und glücklich sein. Du hast die Million verdient. Du wirst ihr heute ein Stückchen näher kommen.« und so weiter. Vermutlich wird sich nicht sofort der Geldsegen einstellen, aber allein durch die ständige Beschäftigung mit dem Thema Geld, wie es ja momentan sowieso schon der Fall ist, verbunden mit einer positiven Grundhaltung, kann ich mir tatsächlich vorstellen, dass einem irgendwann eine lukrative Geschäftsidee kommt.