Categories: Internet Portale und Plattformen, Wissen

Jetzt ist es tatsächlich soweit. Alles lästern über Menschen, die über das Internet leichtfertig ihr Geld loswerden, schlägt jetzt auf mich zurück.

Vor etwa zwei Wochen habe ich in meinem morgendlichen Rausch wieder einmal ein paar Gewinnspiele und dergleichen durchgeführt und bin auf ein »Marktforschungsportal« namens UmfragenScout gestoßen. Dieser Zustand des durchforstens nach Schnäppchen und Gewinnen ist tatsächlich mit dem eines Rausches vergleichbar. Das liegt vor allem an der Zeitknappheit. Man will sich ja nicht stundenlang mit Kleinigkeiten befassen. Das muss schnell gehn, denn man hat ja noch aufwändigere Sachen zu tun. Oder muss womöglich zur Arbeit (die neben dem Millionärwerden immerhin zur Sicherung des Lebensunterhalts beiträgt). Also macht man hier einen Klick, da ein Gewinnspiel, bestellt dort ein Pröbchen um an irgendeiner Verlosung teilzunehmen. Und irgendwann muss es ja eigentlich geschehen. Man überliest etwas. Meistens ist es irgendein winziger Absatz, unglaublich geschickt verborgen und so uneindeutig formuliert, dass man demjenigen, dem so etwas geschieht, wohl kaum einen Vorwurf machen kann.

Ich hingegen muss völlig blind gewesen sein! Immerhin wird bereits auf der Startseite darauf hingewiesen, dass der Spaß Geld kosten soll! Allerdings meine ich, etwas von »kostenlos anmelden« im Hinterkopf zu haben. Womöglich haben die einfach innerhalb kürzester Zeit ihre Seite komplett geändert, damit sie Menschen wie mir, deren Widerrufsfrist gestern abgelaufen ist, einfach sagen können: »Haha! Das nächste mal die Augen auf!« Oder habe ich das tatsächlich wissentlich getan? Mich für 99 Euro Jahresbeitrag angemeldet? Immerhin gibt es eine Verdienstgarantie, die oberhalb dieses Betrags liegt. Es könnte durchaus möglich sein. Ich weiß es nicht mehr! Wie sollte ich auch, bei 10 oder 20 mal Schnell-klicken-und-vielleicht-gewinnen täglich. Verdammt.

Aber nun heißt es erst einmal einen kühlen Kopf bewahren. Etwas Recherche zu diesem Portal betreiben. Vielleicht lohnt es sich ja tatsächlich. Und wenn nicht, frag ich meine Mitbewohnerin nach Rat, die arbeitet nämlich beim Anwalt! Ha!

  • Share/Bookmark