Regelwerk

Erlaubt ist alles, was legal ist. Gewonnen hat, wer am Ende das meiste Geld besitzt. Der Verlierer muss seinen Erlös an den Gewinner abtreten. Dies sind die einzig konkreten Regeln. Alles andere liegt im Ermessen des jeweiligen Kandidaten.

Erwerbsarbeit
Gemeint ist damit in erster Linie ein festes Anstellungsverhältnis in dessen Rahmen eine sich ständig wiederholende Tätigkeit ausgeübt wird. Diese Sache sollte vermieden werden. Ausnahmen bestätigen aber die Regel. Wichtig ist in erster Linie das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Knausern
Einige Zuschriften sprachen davon, dass man vermutlich durch Sparen bereits einiges an Geld anhäufen könnte. Das ist wohl richtig. Dabei ist natürlich zu beachten, dass das ersparte Vermögen sehr stark von der Ausgangssumme abhängt, die ein jeder monatlich zur Verfügung hat. Da diese bei den beiden Kontrahenten unterschiedlich ist, musste diese Möglichkeit der Geldanhäufung ausgeschlossen werden.

Streng genommen gehört natürlich auch das Versetzen der eigenen Pfandflaschen sowie aller persönlichen Besitztümer zum Sparen. Dieser Punkt wurde anfangs nicht bedacht und bereitet jetzt mitunter Probleme. Allerdings gilt als höchstes Ziel: Am Ende möglichst mehr Geld auf dem Konto haben als der Gegner.

Im Prinzip lässt sich also all das in dem Satz zusammenfassen: Über jede Art des Gelderwerbs entscheidet der Kandidat nach seinem eigenen Gewissen und seinen persönlichen Vorlieben.

Konto
Um eine saubere Trennung der Finanzen des alltäglichen Lebens von denen des Versuchs zu gewährleisten, führen beide Kandidaten ein separates »Millionenkonto«.

Dauer
Da das ganze am Ende zu einer Diplomarbeit verarbeitet werden soll, gibt der Präsentationstermin den zeitlichen Rahmen der Sache vor: In der Woche vom 18. bis 22. Mai findet an einem noch nicht näher bekannten Termin die Diplompräsentation statt und der Versuch wird dann beendet sein.

Ernsthaftigkeit
Dieser Blog soll nicht explizit dazu dienen, Menschen durch lustige Versuche oder gar meine Person zu unterhalten. Dazu bin ich selbst viel zu durchschnittlich und unspannend. Sonst wäre ich auch schon längst bei DSDS im Casting rausgeflogen und hätte danach eine skurrile Karriere als Nichtsängerin gestartet. Das Anliegen dieser Sache ist vielmehr, als Durchschnittsmensch verschiedene Möglichkeiten des Gelderwerbs auszuprobieren, ohne dass dabei großartige Fähigkeiten auf einem oder mehreren Gebieten zum Tragen kommen. Dieser Blog ist also vielmehr ein Werkzeug, all die Dinge und Überlegungen zum Gelderwerb zu dokumentieren, und andere Menschen direkt und indirekt daran teilhaben zu lassen. Der Kontrahent würde diesen Worten vermutlich zustimmen.

Ich behalte mir vor, dieses Regelwerk bei Bedarf zu ändern oder zu ergänzen.

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5 Comments

Diandra

February 3rd, 2009

Merry meet!!!

Die ganze Aktion finde ich doch faszinierender, als ich zu Anfang gedacht hätte… und jetzt habe ich noch eine Frage zum Regelwerk: Hier steht, dass “normale” Arbeit weitgehend vermieden werden sollte. Aus dem Blog deines “Kollegen” weiß ich aber, dass er sich (wenn auch ergebnislos, falls ich mich richtig erinnere) in Hotels um Gelegenheitsjobs wie Tellerwäscher beworben hatte. Zählt das nicht als reguläre Erwerbstätigkeit? Oder ist diese Regel erst nach seiner Bewerbungsaktion festgelegt worden?

Mit der Idee “Jeder Teilnehmer entscheidet nach eigenem Wissen und Gewissen, ob seine Methoden zum Geldverdienen diesen Regeln entsprechen” könnt ihr übrigens eine interessante Tatsache verifizieren: Der Skrupellosere gewinnt. (^v°)

admin

February 3rd, 2009

Diese Regel stand eigentlich gleich zu Beginn fest. Bei Florians Idee gings ihm wohl auch eher um das Bild »vom Tellerwäscher zum Millionär«. Gut für mich also, dass es nicht geklappt hat. Und wenn doch, hätte ich auf die Einhaltung dieser Regel bestanden und es verboten ;)

arven sloan

April 4th, 2009

Moin, moin,
offen gesagt bin ich überrascht, dass ihr nach dem Spiegel-Artikel nicht sofort in die Geldmaschine gerutscht seit.
Wenn Du Deinen Kontrahenten überholen willst, dann solltest Du dich auf eine Schiene konzentrieren.
Emannze, Hure, Hausfrau.
Beide gebt ihr kein Profil ab. Nur jemand , der reizt, fordert oder Stellung bezieht erhält auch Unterstützung.
Ich weiß ein wenig, wovon ich spreche.

Also weiter viel Erfolg,
arven sloan

Bonnie

September 29th, 2009

Hallo!
Ich habe eure (etwas wahnwitzige Idee) mit einigem Interesse verfolgt. Wie es aussieht seid ihr ja “gescheitert”, aber wieviel Geld hat denn ein jeder von euch nun zusammengebracht? Das konnte ich auf der Website leider nirgendwo finden!
Grüße,
Bonnie

admin

September 29th, 2009

Hallo Bonnie.
Rein rechnerisch kam ich auf etwa 1500 Euro vor Abzug der Produktionskosten. Florian hatte nach seinen Day-Trading-Aktivitäten unbedeutend weniger, ich glaube es waren so um die tausend oder 1200. Mit diesem kleinen Polster konnten wir immerhin etwas großzügiger arbeiten und zunächst mit verschiedenen Materialien experimentieren. Den Rest fraßen die Herstellungskosten für 4 Exemplare der Diplomarbeit auf, sodass am Ende wieder die Null stand. So gesehen ein ganz schönes, weil bezeichnendes Ergebnis der ganzen Sache.